Informationen
Herz-MRT Untersuchung

Morphologische Untersuchung
Die morphologische Untersuchung des Herzens
Viele Herzerkrankungen benötigen eine genaue Darstellung der anatomischen Verhältnisse und ggfs. Veränderungen der Herzstrukturen. Das Herz-MRT bietet hier hervorragende Möglichkeiten der exakten bildlichen Darstellung ohne Röntgenstrahlen oder Herzkatheter.
Besonders hervorzuheben ist, dass Schnittbilder in allen denkbaren räumlichen Ebenen erstellt werden können und jeweils nur Atemanhaltemanöver von 5 bis 10 Sekunden notwendig sind.
Typische Fragestellungen sind
- Differenzierung verschiedener Herzmuskelerkrankungen (Kardiomyopathien)
- Differenzierung unklarer Herzmuskelverdickungen (hypertrophische Kardiomyopathie vs. Hypertensive Herzerkrankung)
- Erkennung von Herzbeutelerkrankungen (Perikarderkrankungen)
- Erkennung seltener Herztumore (primäre Tumoren oder Metastasierungen)
- Untersuchung angeborener Herzerkrankungen von Kindern oder Erwachsene
- Untersuchung herznaher großer Gefäße (Aorten und Pulmonalgefäßerkrankungen)
- Darstellung der Herzkranzgefäße (Koronarien) und möglicher Engstellen und Anomalien


Funktionelle Untersuchung
Die funktionelle Untersuchung des Herzens
Durch neue Bildaufnahmetechniken können viele schnell akquirierte (aufgenommene) Bilder zu unterschiedlichen Phasen eines Herzzyklus‘ in einer speziellen Technik, dem Cine-Imaging (Kinoschleifendarstellung, „wie im bewegten Film“) abgespielt werden. Die komplexen funktionellen Zusammenhänge der Herzbewegung sind auch hierbei in allen beliebigen räumlichen Ebenen darstellbar.
In der Nachverarbeitung der Untersuchung besteht dann die Möglichkeit der exakten Volumenbestimmung der Herzkammern sowie des Herzschlagvolumens als wesentlicher Bestandteil zur Beurteilung der Herzfunktion. Ihr überweisender Arzt oder Kardiologe kann mit Ihnen zusammen nach Übermittlung der Bilddaten auf einer CD-ROM an seinem Praxiscomputer die Bilder und Cine-Sequenzen ansehen. Somit ist er auch in der Lage, die MR-Daten mit den von ihm erhobenen Untersuchungen zu vergleichen.
Typische Fragestellungen sind
- Koronare Herzerkrankung (KHK): Bestimmung der Herzmuskelfunktion und Erkennung regionaler Wandbewegungsstörungen sowie alter Infarktnarben
- Herzinsuffizienz (Herzschwäche): Ermittlung von regionalen Wandbewegungsstörungen (Kontraktilität) in Ruhe und ggfs. unter Belastung sowie Kontrolle einer medikamentösen Behandlung oder deren Intensivierung
- Kardiomyopathien (Herzmuskelerkrankungen): Unterscheidung verschiedener Formen von Herzmuskelerkrankungen (dilatative Kardiomyopathie, hypertroph obstruktive/nicht obstruktive Kardiomyopathie, restriktive Kardiomyopathien, arryhtmogen rechtsventrikuläre Dysplasie, etc.)
- Herzklappenerkrankungen(Vitien): Bestimmung der Klappenöffnungsfläche oder der Klappenundichtigkeit (Insuffizienz) aller vier Herzklappen
Ischämie und Vitalitäts-Messung
Durchblutungs- (Perfusions-) messungen und Kontrastmittelspätaufnahmen des Herzmuskels
Von großem Nutzen ist die anhand von sogenannten Spätaufnahmen („late enhancement“) zu beurteilende Ausdehnung von Herzinfarktarealen als wichtige Vorinformation vor geplanter Stentimplantation oder vor Herzkranzgefäßoperation (Bypass-OP).
Typische Fragestellungen sind
- Messung der regionalen Myokardperfusion bei koronarer Herzerkrankung (Ruhe- und Belastungsuntersuchung)
- Kardiomyopathien, Myokarditis (Herzmuskelerkrankung) zur Darstellung von Fibrose und Nekrose
- Beurteilung der Vitalität, Narbenbildung des Myokards bei Zustand nach Herzinfarkt , wichtig vor Bypassoperation oder PTCA/Stentimplantation
- Regadenoson-Stress-Durchblutungsanalyse des Herzmuskels
- Dobutamin-Stress zur Wandbewegungs- und Durchblutungsanalyse des Herzmuskels
Die Stress-Magnetresonanztomographie ist eine Untersuchung, die mit hoher Genauigkeit Durchblutungsstörungen am Herzen nachweisen kann. Hierbei werden im Wesentlichen zwei Medikamente während der Untersuchung verabreicht: 1. Regadenoson und 2. Dobutamin.
Bei unklaren Brustschmerzen/Luftnot kann mit hoher Zuverlässigkeit (ca. 90-95 % Genauigkeit) geklärt werden, ob eine koronare Herzkrankheit (KHK) zugrunde liegt. Im Falle einer bereits bekannten KHK, z. B. nach PTCA/Stentimplantation oder nach Bypass-Op, kann ein Fortschreiten der Erkrankung erfasst werden, also die Wirkung einer erneuten Gefäßverengung oder eines Bypass-Verschlusses auf die Durchblutung ermittelt werden.
Untersuchungstechnik und -ablauf der Stressuntersuchung:
1. Regadenoson
Das Herz-MRT ist eine Untersuchungstechnik ohne Verwendung von Röntgenstrahlen. Vor der Untersuchung prüfen wir sorgfältig, ob bei Ihnen Implantate, Herzschrittmacher oder andere medizinische Geräte vorhanden sind und ob eine MRT-Untersuchung unter den jeweiligen Voraussetzungen möglich ist.
Die Untersuchung findet in der „Röhre“ statt. Obwohl unser Herz-MRT vergleichsweise kurz ist, befinden sich Kopf und Oberkörper während eines Teils der Untersuchung im Gerät. Sie tragen während der Untersuchung einen Kopfhörer. Eine Verständigung mit dem Kardiologen und dem Radiologen ist über eine Gegensprechanlage jederzeit möglich.
Die Untersuchung dauert etwa 30 Minuten. Zu Beginn wird eine kleine, dünne Kunststoffkanüle in eine Armvene gelegt. Der Blutdruck wird während der Untersuchung regelmäßig über eine Blutdruckmanschette gemessen und der Herzrhythmus kontinuierlich mittels EKG überwacht.
Nach einer kurzen Basisuntersuchung erfolgt die medikamentöse Belastung mit Regadenoson. Regadenoson erweitert gezielt die Blutgefäße des Herzens und steigert vorübergehend die Durchblutung des Herzmuskels. Dadurch können wir beurteilen, ob alle Bereiche des Herzmuskels ausreichend mit Blut versorgt werden oder ob Hinweise auf eine relevante Durchblutungsstörung bestehen.
Für die Gabe des Medikaments werden Sie kurz aus der MRT-Röhre herausgefahren. Regadenoson wird Ihnen von Prof. Dr. Steen über den zuvor gelegten venösen Zugang verabreicht. Anschließend wird die Untersuchung im MRT fortgesetzt und das Kontrastmittel während der entsprechenden Bildaufnahme gegeben.
Während der medikamentösen Belastung können sich Herzfrequenz und Blutdruck vorübergehend verändern. Auch ein kurzzeitiges Gefühl von Luftnot, Wärme, Brustdruck, Kopfschmerzen oder Schwindel kann auftreten. Während der gesamten Untersuchung werden Ihr Kreislauf und Ihr EKG überwacht.
2. Dobutamin
Der Ablauf der Dobutamin-Stressuntersuchung ist in vielen Punkten mit der übrigen Stress-MRT vergleichbar. Dobutamin ist ein Medikament, das die Herzleistung und die Herzfrequenz unter kontrollierten Bedingungen steigern kann. Es wird bei der Untersuchung eingesetzt, um eine körperliche Belastung des Herzens medikamentös zu simulieren. Dobutamin ist ein synthetisch hergestelltes Katecholamin; die Aussage „körpereigenes Stresshormon“ würde ich daher streichen. Seine Plasmahalbwertszeit ist sehr kurz.
Bei der Dobutamin-Stressuntersuchung wird insbesondere die Bewegung der Herzmuskelwände unter zunehmender Belastung beurteilt. Das Medikament wird über den zuvor gelegten venösen Zugang schrittweise verabreicht. Die Dosis wird dabei in mehreren Stufen gesteigert.
Während der Untersuchung können Sie einen zunehmend schnelleren und kräftigeren Herzschlag wahrnehmen. Auch der Blutdruck kann sich vorübergehend verändern. Während der gesamten Untersuchung werden Ihr Herzrhythmus mittels EKG und Ihr Kreislauf kontinuierlich überwacht.
In jeder Belastungsstufe fragen wir Sie nach Ihrem Befinden und möglichen Beschwerden. Treten beispielsweise zunehmende Brustschmerzen, ausgeprägte Luftnot oder andere relevante Beschwerden auf, kann die Belastung jederzeit beendet werden.
Aufgrund der kurzen Wirkdauer von Dobutamin lässt die Medikamentenwirkung nach Beendigung der Gabe in der Regel rasch nach. Herzfrequenz und Kreislauf werden anschließend weiter überwacht, bis sich die Werte wieder stabilisiert haben. Die sehr kurze Plasmahalbwertszeit von Dobutamin liegt bei ungefähr zwei Minuten.



Flussmessungen
Flussmessungen in den Herzkammern und den herznahen Gefäßen
Die spezielle Technik der sogenannten „phasenselektiven“ Herz-MRT bietet die Möglichkeit, Daten zur Flussquantifizierung zu gewinnen. Hierdurch gewonnene Informationen über die Flussgeschwindigkeit sowie die volumetrische Flussrate sind Grundlage zur Erstellung von Flussprofilen.
Die Beurteilung der Herzfunktion bei zugrundeliegender Herzschwäche oder Herzklappenerkrankung wird hierdurch in besonderem Masse verbessert.
Typische Fragestellungen sind
- Herzklappenvitien (Herzklappenerkrankungen): Beurteilung der Herzfunktion und des Regurgitationsvolumens bei Mitralklappen-, Aortenklappen-, Tricuspidalklappen-, Pulmonalklappeninsuffizienz.
- Bestimmung des Shuntvolumens bei Vorhofseptum- und Ventrikelseptumdefekt (einschließlich Defektgrößenbestimmung).

MR-Angiographie
MR-Angiographie der Körperarterien
Auf dem Gebiet der Darstellung der Körpergefäße haben sich in den letzten Jahren nahezu revolutionäre Fortschritte ergeben. Die Untersuchung der Kopf-Hals-Armgefäße, der thorakalen, abdominellen Aorta, Nierenarterien aber auch Becken-Beinarterien erfährt einen grundlegenden Wandel hin zu patientenfreundlichen, unbelastenden Methoden ohne Röntgenstrahlen. Auf dem Weg weg von der traditionellen Röntgenkatheter-Angiographie ersetzt die MR-Angiographie vollständig die diagnostische Röntgenangiographie.
Hiermit sind eine Menge Vorteile verbunden. Für den Patienten bedeutet dies, dass kein Katheter entlang einer Körperarterie vorgeschoben werden muss – es ist stets eine Infusionskanüle am Arm ausreichend. Also ist auch kein Druckverband oder 24-stündige Bettruhe nach der Untersuchung notwendig. Die in der MR-Angiographie erzielten Aufnahmen ähneln auf den ersten Blick den bekannten Röntgenaufnahmen der Gefäße. In der detailgenauen und kontrastscharfen Darstellung von Umgehungsgefäßen oder kleinen peripheren Gefäßen übertrifft die MR-Angiographie in einigen Fällen sogar die Qualität der Röntgenangiographie.
Kontraindikationen
Kontraindikationen beim Herz-MRT
Die unten aufgeführten Punkte erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Bei Zweifeln beantworten wir Ihnen gerne individuelle Fragen.
MRT-bedingte Kontraindikationen und Einschränkungen
Eine Herz-MRT ist je nach individueller Situation nicht oder nur unter besonderen Voraussetzungen möglich bei:
- nicht MRT-tauglichen Herzschrittmachern, Defibrillatoren oder CRT-Systemen
- nicht MRT-tauglichen Neurostimulatoren, Insulinpumpen oder anderen aktiven Implantaten
- metallischen beziehungsweise ferromagnetischen Fremdkörpern, beispielsweise Granatsplittern oder Metallabsprengungen
- Gefäßclips oder intrazerebralen Clips, wenn die MRT-Kompatibilität nicht eindeutig nachgewiesen werden kann
- Implantaten oder medizinischen Geräten, deren MRT-Tauglichkeit nicht sicher geklärt ist
- technischen Einschränkungen aufgrund von Körpergröße oder Körpergewicht
- ausgeprägter Klaustrophobie, wenn eine ruhige Durchführung der Untersuchung nicht möglich ist
Bei Implantaten oder medizinischen Geräten benötigen wir möglichst genaue Angaben zum Hersteller und Modell. Hilfreich sind Implantat-, Schrittmacher- oder Geräteausweise sowie vorhandene OP-Berichte.
Eine Schwangerschaft ist nicht grundsätzlich mit jeder MRT-Untersuchung gleichzusetzen. Die Notwendigkeit der Herz-MRT, die Verwendung eines Kontrastmittels und eine mögliche medikamentöse Stressuntersuchung müssen jedoch individuell ärztlich geprüft werden.
Gegenanzeigen bei Regadenoson-Stress
Bei einer Durchblutungsuntersuchung des Herzmuskels kann Regadenoson als medikamentöser Stressauslöser eingesetzt werden. Regadenoson darf gemäß der europäischen Fachinformation unter anderem bei folgenden Erkrankungen beziehungsweise Situationen nicht angewendet werden:
- bekannte Überempfindlichkeit gegen Regadenoson
- AV-Block zweiten oder dritten Grades ohne funktionierenden Herzschrittmacher
- Sinusknoten-Dysfunktion ohne funktionierenden Herzschrittmacher
- instabile Angina pectoris, die medikamentös nicht stabilisiert ist
- schwere Hypotonie
- dekompensierte Herzinsuffizienz
Vor jeder Stressuntersuchung prüfen wir sorgfältig, ob Regadenoson in Ihrer individuellen Situation eingesetzt werden kann.
Besondere Vorsicht bei Regadenoson
Eine besondere ärztliche Prüfung ist unter anderem erforderlich bei:
- Asthma bronchiale
- chronisch-obstruktiver Lungenerkrankung (COPD)
- nicht ausreichend eingestelltem Bluthochdruck
- Vorhofflimmern oder Vorhofflattern in der Vorgeschichte
- bekannten Krampfanfällen oder einem erhöhten Anfallsrisiko
- kürzlich aufgetretenem Herzinfarkt
- Schwangerschaft
Regadenoson kann insbesondere bei bekannten oder vermuteten bronchokonstriktiven Lungenerkrankungen eine Verengung der Atemwege verursachen. Auch Blutdruckveränderungen, Herzrhythmusveränderungen und Krampfanfälle werden in der Fachinformation als relevante Warnhinweise beziehungsweise Vorsichtsmaßnahmen beschrieben.
Bitte informieren Sie uns daher vor der Untersuchung ausführlich über Ihre Vorerkrankungen und Medikamente.
Wichtig vor einer Regadenoson-Stressuntersuchung
Koffein und andere sogenannte Methylxanthine können die Wirkung von Regadenoson beeinflussen und dadurch die Aussagekraft der Stressuntersuchung beeinträchtigen.
Bitte verzichten Sie daher mindestens 12 Stunden vor der Untersuchung auf koffeinhaltige beziehungsweise methylxanthinhaltige Produkte. Dazu können insbesondere gehören:
- Kaffee und koffeinhaltige Kaffeegetränke
- schwarzer und grüner Tee
- Cola und koffeinhaltige Energydrinks
- Kakao
- Schokolade
Auch Theophyllin kann die Wirkung von Regadenoson beeinflussen. Dipyridamol sollte nach der europäischen Fachinformation, wenn möglich, mindestens zwei Tage vor der Anwendung von Regadenoson abgesetzt werden. Medikamente dürfen jedoch nicht eigenständig abgesetzt werden. Bitte besprechen Sie Ihre aktuelle Medikation vor der Untersuchung mit uns. Die Fachinformation nennt für Methylxanthine eine Karenz von mindestens zwölf Stunden.
Individuelle Prüfung vor der Untersuchung
Eine Herz-MRT oder Stressuntersuchung kann eine besondere Vorbereitung oder individuelle Abklärung erforderlich machen bei:
- bekannter Reaktion auf gadoliniumhaltige MRT-Kontrastmittel
- Asthma bronchiale oder COPD
- Schwangerschaft
- Klaustrophobie
- Implantaten oder medizinischen Geräten
- stark eingeschränkter Fähigkeit, kurze Atemkommandos einzuhalten
- ausgeprägten Herzrhythmusstörungen
- technischen Einschränkungen aufgrund von Körpergröße oder Körpergewicht
Bei Klaustrophobie ist die Untersuchung in vielen Fällen dennoch möglich. Bitte sprechen Sie uns möglichst bereits vor dem Termin darauf an. Falls ein beruhigendes Medikament erforderlich ist, ist anschließend eine aktive Teilnahme am Straßenverkehr nicht möglich.
Tipps und Erläuterungen
Praktische Tipps und Erläuterungen zum Herz-MRT
Bitte bringen Sie zur Untersuchung mit:
-
falls vorhanden: eine Überweisung oder die konkrete ärztliche Fragestellung
-
vorhandene kardiologische Vorbefunde und Arztbriefe
-
Befunde früherer Herzkatheteruntersuchungen
-
Echokardiographie-, Belastungs-EKG- oder Ergometriebefunde
-
vorhandene MRT-, CT- oder Szintigraphiebefunde
-
eine aktuelle Medikamentenliste
-
bei Implantaten oder medizinischen Geräten: Implantat-, Schrittmacher- oder Geräteausweis
Je mehr Informationen uns zu bereits durchgeführten Untersuchungen vorliegen, desto gezielter können wir die Herz-MRT auf Ihre persönliche Fragestellung abstimmen.
Essen und Trinken
Sofern wir Ihnen vor der Untersuchung nichts anderes mitteilen, müssen Sie für eine reguläre Herz-MRT in der Regel nicht nüchtern erscheinen.
Bei einer Regadenoson-Stressuntersuchung gelten jedoch besondere Hinweise: Koffein und andere sogenannte Methylxanthine können die Wirkung von Regadenoson beeinflussen und damit die Aussagekraft der Untersuchung beeinträchtigen. Die europäische Fachinformation nennt eine Karenz von mindestens zwölf Stunden.
Bitte verzichten Sie daher vor der Untersuchung auf:
-
- Kaffee und koffeinhaltige Kaffeegetränke
- schwarzen und grünen Tee
- Cola
- koffeinhaltige Energydrinks
- Kakao
- Schokolade
Medikamente vor einer Regadenoson-Stressuntersuchung
Bitte informieren Sie uns vor der Untersuchung über alle Medikamente, die Sie regelmäßig einnehmen.
Theophyllinhaltige Arzneimittel können die Wirkung von Regadenoson beeinflussen. Auch bei Dipyridamol sind besondere Abstände zur Untersuchung zu beachten. Medikamente dürfen jedoch nicht eigenständig abgesetzt werden. Bitte stimmen Sie Änderungen Ihrer Medikation vor der Untersuchung mit uns beziehungsweise Ihrem behandelnden Arzt ab. Die Fachinformation empfiehlt, Methylxanthine und Theophyllin mindestens zwölf Stunden vorher zu vermeiden; Dipyridamol sollte, wenn möglich, mindestens zwei Tage vorher abgesetzt werden. Nitrate werden in der Fachinformation dagegen nicht generell als vor Regadenoson abzusetzen beschrieben.
Bei Platzangst oder Klaustrophobie
Bitte teilen Sie uns möglichst bereits vor Ihrem Termin mit, wenn Sie unter ausgeprägter Platzangst leiden.
In vielen Fällen ist eine Herz-MRT dennoch möglich. Falls die Gabe eines Beruhigungsmittels erforderlich ist, organisieren Sie bitte eine Begleitperson. Nach der Einnahme eines beruhigenden Medikaments dürfen Sie nicht selbst aktiv am Straßenverkehr teilnehmen.
EKG-Elektroden während der Untersuchung
Während der Herz-MRT wird Ihr Herzrhythmus mittels EKG überwacht. Dafür müssen die EKG-Elektroden einen guten Kontakt zur Haut haben.
Bei sehr starker Brustbehaarung kann es daher notwendig sein, kleine Hautbereiche für die Elektroden zu rasieren. Eine vollständige Rasur der Brust ist nicht erforderlich.
Minderjährige Patientinnen und Patienten
Bei minderjährigen Patientinnen und Patienten ist die Einwilligung der beziehungsweise des Erziehungsberechtigten erforderlich. Bitte setzen Sie sich vor dem Termin mit uns in Verbindung, damit wir den individuellen Ablauf der Untersuchung abstimmen können.
Untersuchungsablauf
Praktische Erläuterungen zum Herz-MRT-Untersuchungsablauf
- Während der Untersuchung liegen Sie auf dem Untersuchungstisch mit einem Teil Ihres Körpers in einer Röhre, die relativ kurz und weit offen ist.
- Kurze Radiowellen-Impulse regen die Wasserstoffkerne (Protonen) in den Geweben dazu an, elektromagnetische Impulse abzugeben.
- Die klopfenden Geräusche, die durch das schnelle An- und Abschalten der Magnetspulen entstehen, können Sie während der Untersuchung hören.
- Die Untersuchung dauert zwischen ca. 15 und 45 Minuten, dabei bleiben Sie bitte so ruhig wie möglich liegen.
- Nur Herz- und Gefäßuntersuchungen: Da sich das Herz schnell bewegt, sind zum Teil atemangehaltene Messungen notwendig (Dabei bitte für ca. 5 bis 10 Sekunden die Luft anhalten).
- Nur bei sogenannten “Stress-Untersuchungen” zu Durchblutungsstörungen des Herzens bekommen Sie zu Beginn der Untersuchung ein Medikament verabreicht, das eine körperliche Belastung simuliert. Während dieser Zeit kann ein Wärmegefühl auftreten, manche Patienten verspüren auch ein Engegefühl im Hals oder Brustkorb, es können in seltenen Fällen auch Herzrhythmusstörungen auftreten; dies ist eine normale Wirkung des Medikamentes und endet in der Regel innerhalb weniger Sekunden.
- Manchmal ist es notwendig, ein Kontrastmittel in eine Armvene einzuspritzen. Dieses Kontrastmittel kann in sehr seltenen Fällen Nebenwirkungen wie B. Übelkeit oder andere allergische Reaktionen bis 48 h nach der Untersuchung auslösen.